Appretur Isny hautnah

Das Projekt „Panorama-Partner“ der Städtischen Museen Isny hat dieses Jahr auch zur Mitmach-Aktion „Mein Isny“ eingeladen. Schulkassen, Kindergärten und interessierte Gruppen besuchten dabei zum einen die Ausstellung „Isny von oben“ im Rathaus.

Zum anderen führt Katharina Briechle-Schubert als fachkundige Stadtführerin durch Isny, um über bestimmte Gebäude und Orte in der historischen Altstadt zu erzählen.

„Wir sind kreuz und quer durch die Stadt gezogen, um Isny kennen zu lernen“ erzählt Briechle-Schubert, „passend zum Thema der Ausstellung sind wir auf Türme gestiegen, um Isny auch mit eigenen Augen von oben zu erleben“.

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Freude über rege Teilnahme – Erzählcafé zu Kindheit und Jugend in Isny

 Von katholischen Toiletten und der großen Freiheit

25 Isnyer haben begeistert auf vergangene Zeiten zurückgeblickt: Im Rahmen des Erinnerungscafés, das vom Projekt „Panoramapartner“ ins Leben gerufen wurde, trafen sie sich in der „Unteren Mühle“ und tauschten sich über ihre Kindheitserfahrungen in den 40er-, 50er- und 60er-Jahren aus. Museumleiterin Ute Seibold, die die Besucher empfing, freute sich sichtlich über das so zahlreiche Erscheinen – vor allem angesichts des sonnigen Wetters.

Am intensivsten wurde gleich zu Beginn über das frühere Schulleben diskutiert. Edith Rauneker brachte einen ganzen Ordner mit Fotos und Berichten über ihre Schulzeit mit, der von ihren Sitznachbarn interessiert begutachtet und kommentiert wurde. Gerda Maier hatte angesichts des Fotos ihres ehemaligen Schulgebäudes sofort eine erheiternde Geschichte in petto. Sie erzählte von den durch eine Mauer abgetrennten Bereichen, von denen einer für die katholischen Schüler und einer für die evangelischen Schüler bestimmt war. Auch die Toiletten waren getrennt zu benutzen. Eines Tages gab es eine lange Schlange vor „ihrer“ Toilette, doch das Mädchen Gerda „musste so dringend, da hab’ ich einfach gefragt: Darf ich ausnahmsweise auf ein katholisches Klo gehen?“.

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Ferienprogramm Panorama_Partner für Kinder und Jugendliche

Für Kids ab 8 Jahre, interessant auch für Jugendliche!

Das Museum Isny besucht mit einem Ferienprogramm die Teilorte von Isny: Rohrdorf, Großholzleute, Neutrauchburg, Beuren und Isny. Betreut von den Kursonauten und von der Kunstschule Sauterleute können Kinder und Jugendliche die Kultur ihrer Heimat spielerisch entdecken. Organisiert wird das Angebot im Projekt Panorama_Partner, gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes. Die kostenlosen Angebote in Rohrdorf, Großholzleute und Neutrauchburg sind jeweils zweitägig, in Beuren und in Isny jeweils eintägig.

Hier entlang zu den Details und zur Anmeldung

oder:

Anmeldung für alle Angebote
Panorama_Partner
info@panorama-partner-isny.de
Tel. +49 831 69718902 – Anrufbeantworter (Rückruf kommt)

Als es noch evangelische und katholische Gäule gab

Erzählcafé: Frühere Verkehrs- und Transportmittel in Isny

Das Projekt „Panorama-Partner“ soll die diesjährige „museumslose Zeit“ in Isny überbrücken und mit Erfahrungsberichten aus verschiedensten Lebensbereichen vergangene Jahrzehnte noch einmal lebendig werden lassen. Kürzlich waren es nun Erinnerungen an die frühere „Mobilität“, an einstige Fortbewegungs- und Transportmittel. Rund 20 ältere Isnyer kamen und füllten das Thema mit Leben.

Im Museum am Mühlturm gäbe es zwar viele Bilder und Fotos von Autos, Lastwagen, Kutschen, Motorrädern und landwirtschaftlichen Gerätschaften. „Aber wenn die Geschichten dazu fehlen, dann ist das alles nicht viel wert“, sagte Museumsleiterin Ute Seibold bei der Begrüßung. „Objekte ohne das Leben drumherum bleiben leblos.“

Hubert Jäger zeigte Ausschnitte aus seinem Film über das „Isny Bähnle“ und alte Fotos. Erzählt wurde, dass Gastfamilien beispielsweise ihre Gäste und deren Gepäck mit dem Handwagen vom Bahnhof abholten.  Weiterlesen

Skizzenbücher der Kinder in der Ausstellung Isny von oben

Über 100 Schüler waren schon in der Ausstellung „Isny von oben“ zu Gast.
Ein Teil ihrer Skizzenbücher sind während der Osterferien in der Vitrine im Rathaus zu sehen.

Facebook-Beitrag Panorama_Partner

 

 

Erinnerungscafé Isny: frühere Verkehrs- und Transportmittel

Die Städtischen Museen Isny laden zum Erinnerungscafé rund um das Thema „Verkehrs- und Transportmittel – von Kutschen, dem ersten Fahrrad oder Automobil zum Isny-Bähnle“ ein.

Wer kann sich an sein erstes Fahrrad erinnern? Wo kaufte man früher in Isny sein Automobil oder Motorrad? Wo parkten Kutschen? In gemütlichen Atmosphäre wollen die Veranstalter im Rahmen des Projekts Panorama Partner (gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Stadtgefährten) am Mittwoch, 21. März, ab 14.30 Uhr in der Begegnungsstätte „Untere Mühle“ in die Vergangenheit der „Verkehrs- und Transportmittel“ in Isny abtauchen.

Nach der aktuellen Diskussion um die Gestaltung des Marktplatzes und der entfernten Platanen liegt es laut Veranstalter nahe, einen Blick zurück ins Jahre 1954 zu werfen. Damals wurde die mehr als 300 Jahre alte Obertorlinde zugunsten des innerstädtischen Verkehrs gefällt. Wer kann sich noch an diesen „Lindenkrieg“ erinnern? Auch über die Stilllegung der Bahnstrecke Kempten-Isny 1984 wird gesprochen. Die Nachfrage nach der DVD „Das Isny Bähnle“ von Hubert Jäger und dem Buchenberger Heimatmuseum zeige deutlich das Interesse, heißt es. Unvergessen seien die winterlichen Zugfahrten als der Schnee das Durchkommen sehr erschwerte. Wer hat noch Fahrkarten, Fotos oder Zugfahrpläne?

Fokus auf „Isny von oben“

Verschärfter Blick auf „Isny von oben“: Die Stadtarchivarin Nicola Siegloch führt am Mittwoch, 14. März, um 10 Uhr durch die Ausstellung.

Erinnerungscafé in Isny mit wertvollen Beiträgen: Die ehemalige Seiden- und Garnspinnerei C.U. Springer

Das Projekt „Panoramapartner“ hat sich vorgenommen, während der „museumslosen Zeit“ in Isny mit Erfahrungsberichten und vorhandenen Bildern die jüngere Geschichte der Stadt durch Zeitzeugen lebendig werden zu lassen und sie auch für nachfolgende Generationen festzuhalten. Diesmal lud Museumsleiterin Ute Seibold in die „Untere Mühle“ ein zu Erinnerungen an die Seiden- und Garnspinnerer C.U. Springer, zusammen mit Petra Eyssel und Liane Menz vom Verein „Freunde der Appretur“.

Es war, als hätten die ehemaligen „Springerleit’“, ihre Angehörige und auch Nachbarn der Firma nur auf diesen Tag gewartet, um endlich aus reicher und ganz unterschiedlicher Erfahrung während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählen zu dürfen – es wurde ein bunter Erzähl- und Begegnungsnachmittag. Seibold zeigte sich höchst überrascht und erfreut vom großen Interesse an diesem Erinnerungscafe‘ – und hatte alle Mühe, die vielen wertvollen Beiträge zu koordinieren.

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Panorama_Partner Isny im bundesweiten Netzwerk – anregender Austausch in Halle/Saale bei der Kulturstiftung des Bundes

Bei einem Netzwerktreffen zum Thema „Zukunft Stadtmuseum!?“ der Kulturstiftung des Bundes präsentierten Vertreterinnen aus Isny das Projekt „Panorama_Partner“. Am Sitz der Stiftung in Halle an der Saale kamen die 20 deutschen Museen zusammen, die bislang im Förderfonds „Stadtgefährten“ beteiligt sind. Aus Baden-Württemberg waren Freiburg, Tübingen, Ludwigsburg und Isny vertreten. Für das südlichste Projekt stellten Museumsleiterin Ute Seibold, Projektleiterin Ursula Winkler und Pressereferentin Stefanie Böck vor, welche Potenziale in „Panorama_Partner“ stecken. Carl Philipp Nies von der Bundeskulturstiftung freute sich über den lebhaften Austausch und sorgte für reichlich anregende Begegnung auf hohem Niveau. In Vorträgen und Workshops teilten die rund 50 Experten aus den anderen Stadtmuseen ihre Ideen und Erfahrungen und sammelten gleichzeitig neue Inspiration für die tägliche Museumsarbeit. Ute Seibold fasst ihre Erfahrung so zusammen: „Gerade der gemeinsame Workshop ‚Zukunftsdesign – das Stadtmuseum von morgen gestalten‘ wird sicherlich bei der Konzeption für das neue Museum Isny Eingang finden.“

Erinnerungscafé emotional – Winter in Isny

Um den Winter kreiste das zweite „Erinnerungs-Café“, jener spannenden, von den „Panorama-Partnern“ im Stadtmuseum initiierten Reihe, in der Isnyer ihre Erinnerungen austauschen. Und in der „Unteren Mühle“ ging es diesmal verblüffend emotional zu: Schon in der Vorstellungsrunde zauberten die kurzen, persönlichen Rückblicke den gekommenen Gästen umgehend ein Lächeln ins Gesicht. „Ich höre noch das Geläute, […]