Skizzenbücher der Kinder in der Ausstellung Isny von oben

Über 100 Schüler waren schon in der Ausstellung „Isny von oben“ zu Gast.
Ein Teil ihrer Skizzenbücher sind während der Osterferien in der Vitrine im Rathaus zu sehen.

Facebook-Beitrag Panorama_Partner

 

 

Fokus auf „Isny von oben“

Verschärfter Blick auf „Isny von oben“: Die Stadtarchivarin Nicola Siegloch führt am Mittwoch, 14. März, um 10 Uhr durch die Ausstellung.

Isny – eine klug geplante Stadt

Roland Manz gibt Einblick in seine neuesten Erkenntnisse der Isnyer Stadtplanung und -entwicklung

Im Rahmen der Ausstellung „Isny von oben“ in der Gotischen Halle des Rathauses hat Roland Manz, Vermessungsingenieur und Heimatforscher, Einblicke gewährt in neueste Erkenntnisse zu den Anfängen der Isnyer Stadtentwicklung, die sich fast monatlich erweitern. „Isny von oben betrachtet bietet Auffälligkeiten, denen man unbedingt nachgehen muss“, resümieren Manz, der Fotograf Heinz Bucher und Landschaftsarchitekt Erhard Bolender, die zuletzt auch den Gemeinderat von ihren Entdeckungen unterrichtet hatten. Sie hoffen, dass bei der Planung zum Umbau des Marktplatzes ihre Überlegungen auch von den Planern mit einbezogen werden.

Neben den Auffälligkeiten bei der Draufsicht auf das oval geplante Stadtinnere 2016 war für das Dreigestirn der Fund eines Ziegelsteins mit eingeritztem Pentagramm eine weitere Motivation, den Ursprüngen der Stadt nachzugehen. Lagen nun den allerersten Stadtplanern kluge, astronomische oder gar religiöse Absichten zugrunde?

Gut 50 Interessierte drängten sich in die Gotische Halle zwischen den Postkarten Eugen Felles in den „Isny von oben“-Vitrinen. Sie waren gespannt auf die Erkenntnisse der Forscher, weshalb die Stadt innerhalb der Stadtmauern in ihrer Grundstruktur seit knapp 1000 Jahren – von oben betrachtet – so „daliegt“, wie sie es eben bis heute tut. Weiterlesen

Frohes neues Jahr! Schwäbischer Albverein beginnt das Jahr auf den Spuren von Eugen Felle

Neujahrswanderung mit dem Schwäbischen Albverein auf den Spuren von Eugen Felle in Isny

Isny: Bürger sammeln Blicke auf ihre Stadt

Mitmachen bis 2019: Mit der Ausstellung „Isny von oben“ starten die „Panorama-Partner“

Aus dem Fonds „Stadtgefährten“ der Bundeskulturstiftung fließen in den kommenden zwei Jahren rund 150 000 Euro nach Isny – ein außerplanmäßiges, projektgebundenes „Geschenk“ für die städtischen Museen, das bundesweit nur vier Kommunen erhalten. „Und Isny ist die einzige Stadt in Süddeutschland“, betonte Bürgermeister Rainer Magenreuter unlängst bei der Vernissage zur Ausstellung „Isny von oben“. Die ist bis April 2018 während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen in der Gotischen Halle im Rathaus, für Besucher über den Haupteingang zu erreichen im Erdgeschoss des Treppenhauses, rechts hinten durch die Tür. Der Eintritt ist frei.

„Isny von oben“ ist der erste öffentliche Auftritt des Projekts „Panorama-Partner“, das die Bundeskulturstiftung fördert und das „erklärungsbedürftig“ sei, wie Ursula Winkler einräumte. Eine Isnyerin habe es dennoch in einen Satz packen können: „Wertschätzung einst und heute“, fasste die Initiatorin und Projektleiterin vor den zahlreichen Eröffnungsgästen zusammen.

Die sind schon „Panorama-Partner“. Im Gegensatz zu noch möglichst vielen anderen Isnyern: Senioren und Kinder, Schulen und Vereine können und sollen ihren Blick auf ihre Heimatstadt schildern und darstellen, mit einbringen, Erinnerungen, Fotos, Dokumente beisteuern von einst und heute, für neuartige und historische Blicke von oben auf die Stadt und die Ortschaften, analog und virtuell.

Die ersten „Panorama-Partner sind gefunden: Mitglieder von Luftsportgruppe Isny, Schwäbischem Albverein, Freiwilliger Feuerwehr, Kinder der Grundschule, die Fotografen Rolf Brenner und Heinz Bucher, dessen Mit-Stadtforscher Roland Manz, natürlich Ute Seibold, Leiterin der Isnyer Museen, und Nicola Siegloch, die mit ihren Recherchen im Stadtarchiv „maßgeblich“ (Bürgermeister Magenreuter) beteiligt ist, aber auch die Hochschule Kempten. Sie alle haben zu „Isny von oben“ beigetragen, fasste Projektleiterin Winkler zusammen.

Zwei hob sie besonders hervor: Einerseits Georg Müller aus Unterzeil, der sich seit Jahren mit dem Isnyer Postkartenmaler und Fotografen Eugen Felle beschäftigt und bei der Vernissage in der Gotischen Halle verkündete: „Ich habe genau 13.350 Motive aus dem Internet gefischt und auf dem PC archiviert – erst gestern eine Darstellung aus Jerusalem“.

Kunstvolle Karten machen Isny in Europa bekannt

Denn Eugen Felle ist – andererseits – der Leitfaden des Projekts „Panorama-Partner“ (wir berichteten). Vor und nach dem Jahr 1900 machten seine Bilder und kunstvollen Illustrationen Isny europaweit bekannt, als Wintersport- und Erholungsort, als liebenswerte Kleinstadt im Allgäu, oft vor dem Panorama der Nagelfluhkette, sozusagen einem attraktiven geologischen Partner, die Stadt und das Land. Eugen Felles Wahrnehmung soll 2019 anlässlich seines 200. Geburtstages in die erste Sonderausstellung des Isnyer Stadtmuseums im neuen Domizil im Schloss münden; samt aller bis dahin gesammelten „Partner“-Beiträge und als Abschluss von „Panorama-Partner“ in Isny.

So waren denn drei Generationen der Familie Felle zu Gast bei der Vernissage: Allen voran Tosca Maria Kühn, die als Urenkelin die Fäden zwischen Winkler, Seibold und Siegloch, also Museum und Stadt, sowie den Felles spinnt. Aber auch Ur-Ur-Enkel Lorenz. Er hat eins der Bilder von Isny gemalt, die von der Kunstgruppe der Grundschule am Rain in „Isny von oben“ zu sehen sind.

Erinnerungscafé und Postkarten-Atelier

Auch außerhalb der Gotischen Halle wirken die „Panorama-Partner“: Am Freitag, 15. Dezember, sind ab 14 Uhr besonders ältere Isnyer eingeladen zum „Erinnerungscafé“ in der Zunftstube beim Museum am Mühlturm, einem Gedankenaustausch zur Frage: „Wer weiß noch was aus der Zeit von Eugen Felle?“ Tosca Maria Kühn wird erzählen und möchte mehr über ihren Urgroßvater erfahren.

Beim „Postkarten-Atelier“ am Samstag, 16. Dezember, können sich dann Kinder und Erwachsene – inspiriert von alten Isnyer Ansichten – in der Zunftstube von 10 bis 15 Uhr künstlerisch betätigen. Stifte, Farben und Papier werden gestellt, die Teilnahme ist kostenlos.

(Artikel: Tobias Schumacher, Schwäbische Zeitung vom 8. Dezember 2017, Lokalausgabe Leutkirch/Isny/Bad Wurzach)

 

 

„Isny von oben“ im Rathaus

Wie war Isny früher? Wie sieht es heute aus? Die Ausstellung „Isny von oben“ zeigt ab Donnerstag, 23. November, spannende Vergrößerungen aus dem Stadtarchiv, Perspektiven aus Privatbesitz, Luftbilder und Motive von Eugen Felle in der Gotischen Halle im Rathaus. Vernissage ist am Mittwoch, 22. November, um 18 Uhr.

Schon die erste Ausstellung im Rahmen des Projekts „Panorama_Partner“ macht laut Ankündigung deutlich, was Isny den Menschen bedeutete: „Ruhmreiche Städte wurden früher schon von Auftragskünstlern möglichst naturgetreu dargestellt“, erklärt Projektleiterin Ursula Winkler, die immer wieder faszinierende Details der Stadt entdeckt.

Gemeinsam mit der Leiterin der Städtischen Museen Ute Seibold, Stadtarchivarin Nicole Siegloch, der Familie Felle und zahlreichen weiteren Isnyern trägt sie seit Wochen für die Ausstellung verschiedenste Stadtansichten zusammen: „Vom Kupferstich über Zeichnung und Lithografie bis zur digitalen Panoramafotografie.“ Beleuchteten Stelen mit Reproduktionen sollen das alte und das heutige Isny in der Gotischen Halle ins Bewusstsein rufen.

Erfrischende Aktualität erreicht die Ausstellung durch das Mitwirken der Kunstgruppe der Grundschule am Rain, die sich wöchentlich trifft: Die Bilder der Kinder zeigen persönliche Sichtweisen und Heimatgefühle der heranwachsenden Generation.

Erste Begleitveranstaltung ist am Samstag, 25. November, zwischen 10 und 15 Uhr ein Postkarten-Atelier für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Zunftstube am Museum am Mühlturm, weitere folgen .

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind jene des Rathauses: jeden Werktag vormittags von 9 bis 12 Uhr, am Donnerstagnachmittag von 14 bis 18 Uhr.

 (Artikel/Foto: Stefanie Böck, Schwäbische Zeitung vom 20. November 2017, Lokalausgabe Leutkirch/Isny/Bad Wurzach)