Panorama_Partner Isny im bundesweiten Netzwerk – anregender Austausch in Halle/Saale bei der Kulturstiftung des Bundes

Bei einem Netzwerktreffen zum Thema „Zukunft Stadtmuseum!?“ der Kulturstiftung des Bundes präsentierten Vertreterinnen aus Isny das Projekt „Panorama_Partner“. Am Sitz der Stiftung in Halle an der Saale kamen die 20 deutschen Museen zusammen, die bislang im Förderfonds „Stadtgefährten“ beteiligt sind. Aus Baden-Württemberg waren Freiburg, Tübingen, Ludwigsburg und Isny vertreten. Für das südlichste Projekt stellten Museumsleiterin Ute Seibold, Projektleiterin Ursula Winkler und Pressereferentin Stefanie Böck vor, welche Potenziale in „Panorama_Partner“ stecken. Carl Philipp Nies von der Bundeskulturstiftung freute sich über den lebhaften Austausch und sorgte für reichlich anregende Begegnung auf hohem Niveau. In Vorträgen und Workshops teilten die rund 50 Experten aus den anderen Stadtmuseen ihre Ideen und Erfahrungen und sammelten gleichzeitig neue Inspiration für die tägliche Museumsarbeit. Ute Seibold fasst ihre Erfahrung so zusammen: „Gerade der gemeinsame Workshop ‚Zukunftsdesign – das Stadtmuseum von morgen gestalten‘ wird sicherlich bei der Konzeption für das neue Museum Isny Eingang finden.“

… 1, 2, 3 … Bühne frei! Theatertage: Kinder spielen Stadtgeschichte in Isny – Entdeckungsreise auf den Spuren von Eugen Felle

Isny – eine klug geplante Stadt

Roland Manz gibt Einblick in seine neuesten Erkenntnisse der Isnyer Stadtplanung und -entwicklung

Im Rahmen der Ausstellung „Isny von oben“ in der Gotischen Halle des Rathauses hat Roland Manz, Vermessungsingenieur und Heimatforscher, Einblicke gewährt in neueste Erkenntnisse zu den Anfängen der Isnyer Stadtentwicklung, die sich fast monatlich erweitern. „Isny von oben betrachtet bietet Auffälligkeiten, denen man unbedingt nachgehen muss“, resümieren Manz, der Fotograf Heinz Bucher und Landschaftsarchitekt Erhard Bolender, die zuletzt auch den Gemeinderat von ihren Entdeckungen unterrichtet hatten. Sie hoffen, dass bei der Planung zum Umbau des Marktplatzes ihre Überlegungen auch von den Planern mit einbezogen werden.

Neben den Auffälligkeiten bei der Draufsicht auf das oval geplante Stadtinnere 2016 war für das Dreigestirn der Fund eines Ziegelsteins mit eingeritztem Pentagramm eine weitere Motivation, den Ursprüngen der Stadt nachzugehen. Lagen nun den allerersten Stadtplanern kluge, astronomische oder gar religiöse Absichten zugrunde?

Gut 50 Interessierte drängten sich in die Gotische Halle zwischen den Postkarten Eugen Felles in den „Isny von oben“-Vitrinen. Sie waren gespannt auf die Erkenntnisse der Forscher, weshalb die Stadt innerhalb der Stadtmauern in ihrer Grundstruktur seit knapp 1000 Jahren – von oben betrachtet – so „daliegt“, wie sie es eben bis heute tut. Weiterlesen

Erinnerungscafé emotional – Winter in Isny

Um den Winter kreiste das zweite „Erinnerungs-Café“, jener spannenden, von den „Panorama-Partnern“ im Stadtmuseum initiierten Reihe, in der Isnyer ihre Erinnerungen austauschen. Und in der „Unteren Mühle“ ging es diesmal verblüffend emotional zu: Schon in der Vorstellungsrunde zauberten die kurzen, persönlichen Rückblicke den gekommenen Gästen umgehend ein Lächeln ins Gesicht. „Ich höre noch das Geläute, […]

Von Felle inspiriert – Studenten haben tolle Ideen für Isny

Wie viele gute und praktisch verwertbare Ideen herauskommen können, wenn sich junge Menschen eines Themas unbefangen, phantasievoll und doch professionell annehmen, zeigte die Präsentation der studentischen Arbeiten zum Thema „Erlebnis Designs für Isny“ im Rathaus.

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Panorama_Partner Isny: Kinder, Kunst und Stadtansichten

Raus aus dem Schulhaus, rein in die Heimatkunde: Im Rahmen des Projekts „Panorama-Partner“ treffen sich jeden Donnerstag 15 Isnyer Grundschüler in der ehemaligen Zunftstube und gestalten ihre Stadtansichten. „Die Kinder sollen Isny beobachten und sich mit der Stadt befassen“, sagt Elisabeth Sauterleute, die Leiterin der gleichnamigen Kunstschule in Leutkirch, die den Kindern den Raum und das Material bietet für ihre ganz individuellen Ideen – ohne Schranken im Kopf und genaue Vorgaben.

„Hier kommen lauter unterschiedliche Köpfe zusammen und denken gemeinsam quer“, erklärt ihre Kollegin und Tochter Eva Sauterleute das Ziel ihrer täglichen Arbeit und der kreativen Aktion in Isny. Die ausgebildete Gymnasiallehrerin im Fach Bildende Kunst vermittelt vor allem eins: einen unendlichen Spaß am Gestalten. Gekonnt tackert sie Leinwände fest, erklärt unermüdlich Farbpigmente, macht den Kindern Mut, die bunten Kleckse einfach zu verreiben – mit den Fingern. Heraus kommen lauter Flecken. Mal düster und klein, mal kräftig und grell. Ist das Kunst? „Genau das. Es ist für jeden etwas anderes. Die einen stört es, wenn die Farbe ineinanderläuft. Die anderen finden es wunderschön.“ Weiterlesen

Theaterworkshop für Kinder und Jugendliche am 14.2. und 15.2.2018 in Isny

Kompakt-Theaterworkshop für Kinder und Jugendliche ab acht Jahre. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr soll an zwei Tagen ein Mini-Stück entstehen, das sich um Isnys Stadtgeschichte und das Leben des Postkartenmalers Eugen Felle dreht. Die Leitung übernimmt Regiseurin und Theaterpädagogin Ute Dittmar. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis zum 2. Februar und Info zum Theaterworkshop unter info@panorama-partner-isny.de oder unter 0160 5020900. Spielort ist die alte Zunftstube am Museum am Mühlturm.
Mitzubringen sind bequeme Kleidung, leichte Schuhe und Vesper. Getränke werden gestellt.

Heimatkunde reloaded – Panorama_Partner auf facebook

Heimatkunde reloaded: Panorama_Partner auch bei facebook! We like!

Wie war das früher? Museum lädt zum Erinnerungscafé

Wie war das früher?

Die Städtischen Museen Isny starten eine Reihe von Erinnerungs-Cafés. Am Mittwoch, 24. Januar, soll „Winter in Isny“ Thema sein bei der gemütlichen Begegnung in der „Unteren Mühle“. Das erste Treffen im Dezember mit dem Thema: „Wer weiß was aus der Zeit von Eugen Felle?“ bot spannende Einblicke in den Alltag von früher (die Schwäbische Zeitung berichtete). Gesprächsrunden in lockerer Atmosphäre finden jetzt ab sofort einmal im Monat immer von 14.30 bis 17.00 Uhr statt. „Eingeladen sind alle Isnyer und Isnyerinnen, die gerne von früher erzählen oder gerne Geschichten hören, wie es früher in Isny war“, teilen die Veranstalter mit.

Wie anregend persönlich erzählte Geschichten wirken, kann Waltraud Böhm-Neuhäuser vom Stadtseniorenrat aus erster Hand bestätigen. Über Jahre besuchte sie mit Zeitzeugen die Isnyer Schulen. Gerade auch junge Leute fänden die Geschichten sehr beeindruckend.

Bei den Treffen sind ihr neben den persönlichen Erinnerungen vor allem die Geselligkeit und der Austausch von Gedanken wichtig. Jedes Erinnerungscafé steht unter einem bestimmten Thema. Beim Treffen am Mittwoch, 24. Januar, soll es um den „Winter in Isny“ gehen: Welche Traditionen wurden gepflegt? Was ist Christbaumloben? Welche Bedeutung hatte der Wintersport? Wie wurde die Fasnet gefeiert? Gab es wirklich mehr Schnee als heute? Auch über alte Fotografien würden sich die Organisatorinnen sehr freuen.

Die Erinnerungs-Cafés sind Teil des Museumsprojekts Panorama_Partner, das von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Stadtgefährten gefördert wird. Als örtlicher Partner unterstützen die Freunde der Appretur Isny e.V., die Informationen zur Isnyer Arbeiterschaft zusammentragen.

INFO: Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Zum gemütlichen Beisammensein gibt es Kaffee und Kuchen. Für alle mit Bedarf, wird ein kostenloser Hol- und Bring-Service angeboten. Der Service kann bis zwei Tage vorher unter der Telefonnummer 07562 93434 reserviert werden.

Themen Januar bis Juni 2018

Anmeldung: hier

Ort: Untere Mühle (Seidenstr. 41), jeweils Mittwoch, 14.30 Uhr – 17 Uhr

Mittwoch, 24. Januar 2018
„Winter in Isny“ – Raunächte, Närrische Zeit, Sport und Brauchtum

Mittwoch, 28. Februar 2018
„Die Firma C.U. Springer“ – wie sah der Alltag der ehemaligen Auszubildenden, Angestellten und Arbeiter aus?

Mittwoch, 21. März 2018
„Verkehrs- und Transportmittel“ – von Kutschen, dem ersten Fahrrad oder Automobil zum Isny-Bähnle

Mittwoch, 18. April 2018
„In Isny als Kind“ – Wie war früher Kindheit in Isny? Erinnerungen an Kindergärten und Schulen

Mittwoch, 23. Mai 2018
„Ausgehen und Einkehren in Isny“ – Wirtschaften und Kneipen

Mittwoch, 20. Juni 2018
„Kinderfest- und Heimatfest“ – das traditionsreichste Isnyer Fest

 

Drohnen, Quiz und Selfie-Stick

Studenten der Hochschule Kempten stellen Erlebnis-Ideen für Isny vor

Wie kann Isny bekannter werden und möglichst viele Menschen ansprechen? Mit dieser und anderen Fragen haben sich Master-Studenten der Hochschule Kempten beschäftigt. Sie erstellten Erlebnis-Konzepte für die Stadt Isny, die sie am Montagvormittag im Rathaus vorstellten.

Für ihre Semesterarbeit haben Studenten des Studiengangs „Innovation, Unternehmertum und Leadership“ an der Fachhochschule mit der Stadt Isny zusammengearbeitet. Bei diesem Projekt sollten die Studenten Konzepte entwickeln, wie der Erlebnischarakter von Isny gestärkt werden könnte. Unterstützt wurden sie dabei auch von den Initiatoren des Museums-Projekts „Panorama_Partner“, weshalb ein weiteres Ziel war, dass die Erlebnisse Bezug zum Thema „Isny von oben“ und zu Eugen Felle haben, dem berühmten Postkartenmaler aus Isny.

„Die Studenten bekommen eine Note auf ihre Konzepte. Den Isnyern übergeben wir die Ideen als Geschenk“, sagte Professorin Raija Seppälä-Esser, die die Studenten bei der Entwicklung der Konzepte im Fach „Erlebnis Designs“ betreute. Welche Vorschläge weiterentwickelt und ob gar einzelne Ideen umgesetzt werden, bleibt jetzt der Stadt überlassen.

„Stadtflug – Isny von oben“
In fünf Gruppen stellten die Studenten ihre Erlebnis-Ideen für Isny vor. „Stadtflug – Isny von oben“ heißt eines dieser Konzepte. Dabei sollen die Zuschauer einen virtuellen Flug über Isny und die Umgebung erleben können. Wie einst Eugen Felle die Stadt von oben malte, will diese Studentengruppe die Landschaft von oben zeigen. Gedreht werden könnten Videos mit einer Drohne. Zwei altersgruppengerechte Filme sollen die Zuseher begeistern und emotional an Isny binden. Die Filme könnten beispielsweise bei der Allgäuer Festwoche gezeigt werden, schlugen die Studenten vor. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen soll das Gesehene noch authentischer wirken.

„Isny Interaktiv“
„Isny Interaktiv“ heißt die Idee eines weiteren Teams. Darunter stellen sich die Studenten einen Stadtrundgang vor. Auf dem Weg können Teilnehmer per Smartphone Quizfragen beantworten und Aufgaben lösen. „Natürlich spielt hier auch der Wettbewerbsgedanke eine Rolle. Am Ende kann man sein Ergebnis mit dem der anderen Besucher vergleichen“, erklärte einer der Studenten. Digitale Tafeln auf dem Weg zeigen die Aufgaben oder geben Hinweise. Außerdem sei es möglich, an einigen Tafeln einen Selfie-Stick zu integrieren. So könnten die Besucher an verschiedenen Orten schnell und einfach ein Foto von sich schießen, es virtuell teilen, digitale Inhalte zur Stadt liefern.

„Der Stravanzer“
Die Idee eines Stadtrundgangs griff auch eine weitere Gruppe auf. Unter dem Titel „Der Stravanzer“ möchten die Studierenden eine Art Schnitzeljagd erstellen, den Besuchern Rätsel aufgeben und sie so von Ort zu Ort schicken. Historische Gebäude sollen genauso erkundet werden wie regionale Geschäfte und Lokale. Das Ziel solle das dann neu eröffnete Stadtmuseum sein. Eine Möglichkeit sei, Themen-Touren anzubieten. Die Gruppe denkt dabei zum Beispiel an einen „Lola-Lauf“, benannt nach dem Hund von Eugen Felle, den Isny-Besucher zum Herrchen zurückbringen müssen.

„Das Eugen-Felle-Mobil“
Mit einem „Eugen-Felle-Mobil“ würde das vierte Team Isny und seine Geschichte bekannter machen. Ein großer Kleinbus könne im Innenraum zu einem Mini-Museum umgestaltet werden., ausgestattet mit Bildern aus der Vogelperspektive, wie jenen von Felle, mit Videos von Isny und interaktiven Elementen wie in einem Quiz. Außerdem soll es im Mobil Felle-Bilder zum Ausmalen und Souvenirs geben. Das Mobil könnte bei Veranstaltungen im Umkreis, vor Schulen oder auf Märkten zum Einsatz kommen.

„#Isnygefellet“
Einen eigenen Hashtag hat die fünfte Gruppe für Isny erdacht: Unter „#Isnygefellet“ könnten künftig im Internet hochgeladene Bilder und Videos oder Texte gefunden werden. Die Studenten schlagen weiter vor, Fotoaktionen zu starten und alle eingereichten Bilder zu einem Mosaik im Stadtmuseum zusammenzufassen. Auch einen Wettbewerb, bei dem Kinder Postkarten gestalten sollen, und einen Senioren-Treff, bei dem sich die Teilnehmer über das frühere und das heutige Isny austauschen können, könnten sich die Studenten vorstellen. Mit den beiden letzteren Vorschlägen trifft das Team wohl genau den Geschmack der Stadt. Denn sowohl die Postkarten-Aktion, als auch das Treffen für Senioren gibt es in Isny, unabhängig von dem studentischen Projekt, bereits.

Bianca Keybach vom Stadtmarketing gefällt „#Isnygefellet“ besonders. „Was Social Media angeht, hat Isny noch Nachholbedarf. Mit diesem Vorschlag könnten wir schnell und einfach viele Menschen über das Internet erreichen“, sagt Keybach. Aber auch andere Konzepte haben Keybach überzeugt. Im Februar wird sie an der Hochschule in Kempten zu Gast sein und detailliert über die einzelnen Projekte sprechen. „Ich würde mich freuen, wenn wir die eine oder andere Idee wirklich übernehmen könnten“, erklärt sie.

(Artikel/Foto: Corinna Konzett, Schwäbische Zeitung vom 16. Januar 2017, Lokalausgabe Leutkirch/Isny/Bad Wurzach)