Dethleffs-Azubis verleihen der Eugen-Felle-Ausstellung Flügel

Deutschland feiert das 150-jährige Bestehen der Postkarte – und Isny feiert mit. Und zwar ab 7. April mit einer
Ausstellung über den Isnyer Postkartenmaler Eugen Felle in der Städtischen Galerie im Schloss Isny. Eugen Felle
gilt bis heute als einer der führenden Postkartenmaler und -verleger im deutschen Raum. Derzeit sind 14 000
Motive von ihm bekannt: Sehenswürdigkeiten, Berge, Stadtansichten, Landschaften und Humorvolles.
Ursula Winkler hat das von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Museumsprojekt „Panorama_Partner“ und die Ausstellung konzipiert. Bei der Sichtung der Postkartenmotive ist ihr auch die Jux- Postkarte mit einem fliegenden Bschüttfass (Düngefass) in die Hände gefallen: „Die Karte von 1927 hat mich zum grinsen gebracht. Das Motiv nimmt das Spannungsfeld zwischen dem beginnenden Tourismus und der Landwirtschaft aufs Korn.“ Das Motiv spreche wunderbar für die Ausstellung und den vielfältigen Postkartenmaler Felle. Deshalb wird nun ein geflügeltes Düngefass als Eyecatcher für die Ausstellung im Schlosshof stehen. Und hier kommt die Lehrwerkstatt des Isnyer Reisemobil- und Caravan-Herstellers Dethleffs ins Spiel. Statt Reisemobil und
Wohnwagen-Ausstattungen bauen Ausbildungsleiter Alwin Zengerle und seine Holzmechaniker bis Ausstellungsbeginn Flügel und einen Propeller an ein historisches Düngefass aus der privaten
Sammlung von Hardy Menz. Der Unternehmer für Land- und Forstmaschinen war von seiner Frau Liane auf das
Museumsprojekt und das Motiv „geflügeletes Bschüttfass“ aufmerksam gemacht worden. Sie wusste durch ihre Mitarbeit bei den Freunden der Apretur von der Suche nach einem alten Düngefass. Bisher haben die jungen Holzmechaniker das Flügelgerippe gebaut. Hans Staffe hat aus dem Kinderfest-Fundus Räder beigesteuert.

WOCHENBLATT, Ausgabe Wangen vom 14.02.2019, Text: Viola Krauss, Foto: Viola Krauss
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Ausblick: der kleine Eugen – eine fantasievolle Kindheit

Ausstellung und Aktionen ab 21. Juli 2018

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Rückblick: Panorama_Tag auf dem schwarzen Grat

Appretur Isny hautnah

Das Projekt „Panorama-Partner“ der Städtischen Museen Isny hat dieses Jahr auch zur Mitmach-Aktion „Mein Isny“ eingeladen. Schulkassen, Kindergärten und interessierte Gruppen besuchten dabei zum einen die Ausstellung „Isny von oben“ im Rathaus.

Zum anderen führt Katharina Briechle-Schubert als fachkundige Stadtführerin durch Isny, um über bestimmte Gebäude und Orte in der historischen Altstadt zu erzählen.

„Wir sind kreuz und quer durch die Stadt gezogen, um Isny kennen zu lernen“ erzählt Briechle-Schubert, „passend zum Thema der Ausstellung sind wir auf Türme gestiegen, um Isny auch mit eigenen Augen von oben zu erleben“.

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Gipfelspielwiese mit Panorama-Postkarten – Programm mit Aussicht

Der Schwarze Grat, die „Aussichtsterrasse des württembergischen Allgäus“, wird dieses Jahr am Pfingstmontag, 21. Mai, gebührend gefeiert: Die kinderfreundliche Gipfelwiese auf dem beliebten Aussichtsberg bietet an diesem Tag Wander-, Natur- und Kunstfreunden ein ungewöhnliches Programm.

Wer sich über die Tobel, durch die Wälder, über die Alpwiesen oder über die Kurzstrecke auf zum Aussichtsturm macht, trifft oben nicht nur auf ein atemberaubendes Panorama, sondern auch auf eine ungewöhnliche Outdoor-Ausstellung. „Der Künstler Eugen Felle hat hier vor über 100 Jahren viel gezeichnet – und damit einen Grundstein für den Fremdenverkehr im Allgäu gelegt“, erzählt Ursula Winkler, die für die Isnyer Museen ein großes Projekt über die Vogelschau-Perspektive leitet, das von der Bundeskulturstiftung im Fonds Stadtgefährten gefördert wird.

Für den Pfingstwandertag zum Schwarzen Grat hat sie aus den Motiven von Eugen Felle riesige Postkarten mit ungewöhnlichen Ansichten des Gebiets anfertigen lassen. Arrangiert rund um den Aussichtsturm lassen sich die Österreichischen und die Schweizer Alpen, der Bodensee und die Allgäuer Alpen genau studieren. Dabei wird schnell klar: Früher sah es hier ein bisschen anders aus. Da war das Gebiet rund um den Schwarzen Grat noch ein Geheimtipp. Heute sind vielseitige Wander- und Spazierwege für Wanderer und Radfahrer gut gekennzeichnet, der Aussichtsturm ist öffentlich, viele Waldstücke aufgeforstet und weitgehend unberührt.

Jürgen Tischer vom Schwäbischen Albverein weiß sofort, warum sich der bekannte Postkartenmaler gerade hier oben so wohl gefühlt hat: „Man sieht extrem viel – ohne, dass man weit in die Berge fahren muss.“ Aus Liebe zur Adelegg organisieren die Isnyer Kirchen seit über 30 Jahren immer am Pfingstmontag einen Berggottesdienst mit Begleitung des Posaunenchors am Aussichtsturm. Dieses Jahr bietet der Panoramawandertag neben zwei geführten Touren mit Panorama-Stopps auch einen Shuttle-Bus, Aktionen am Gipfel und Gespräche zur Geschichte des Höhenzugs im Kreuzthal an.

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Vorfreude auf den Panorama_Wandertag zum Schwarzen Grat am Pfingstmontag, 21.05.2018

Ute Seibold, Museumsleiterin, und Jürgen Tischer, Organisator beim Schwäbischen Albverein, freuen sich auf den großen Panorama_Wandertag am Pfingstmontag zum Schwarzen Grat

Pfingstwanderung am Pfingstmontag mit Panorama: Berggottesdienst und Panorama-Tag auf dem Schwarzen Grat

Über die Adelegg ins Kreuzthal (10,2 km, 330 Höhenmeter). Mit Transfer zurück zum Ausgangspunkt.

Die Pfingstwanderung am Montag, den 21.05.2018 führt auf die Adelegg, dem nördlichsten Ausläufer der Alpen. Auf dem Schwarzen Grat (1.118m) feiern Katholiken und Protestanten gemeinsam das Pfingstfest. In natura und im Rahmen der Outdoor-Ausstellung „Das Allgäu von oben – Eugen Felles historische Perspektiven“ sind das Voralpenland und die Alpen zu sehen. Für das leibliche Wohl sorgt der Schwäbische Albverein Ortsgruppe Isny. Für Vierbeiner gibt es Leckerlis. Quer über den Höhenrücken erfolgt der Abstieg durch Wälder, Wiesen und Tobel nach Eisenbach-Kreuzthal. Dort berichten Geschichtsexperten über das Leben und Arbeiten im ehemaligen Glasmacherdorf. Einkehrmöglichkeit mit Allgäuer Spezialitäten im Haus Tanne.

Info:

Die Geführte Wanderung auf den Schwarzen Grat (kostenfrei) startet am Montag, den 21.05.2018 um 9.30 Uhr, Treffpunkt: Wanderparkplatz Rehaklinik Überuh, Isny-Bolsternang. Einkehrmöglichkeit mit Allgäuer Spezialitäten im Haus Tanne. Bustransfer zum Ausgangspunkt (5 Euro p. Person, Kinder bis 12 Jahre 2,50 Euro). Mitnahme von Hunden möglich.
Weitere Informationen: Büro für Tourismus, Isny Marketing GmbH, Tel. +49 7562 97563-0, info@isny-tourismus.de
oder info@panorama-partner-isny.de

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Freude über rege Teilnahme – Erzählcafé zu Kindheit und Jugend in Isny

 Von katholischen Toiletten und der großen Freiheit

25 Isnyer haben begeistert auf vergangene Zeiten zurückgeblickt: Im Rahmen des Erinnerungscafés, das vom Projekt „Panoramapartner“ ins Leben gerufen wurde, trafen sie sich in der „Unteren Mühle“ und tauschten sich über ihre Kindheitserfahrungen in den 40er-, 50er- und 60er-Jahren aus. Museumleiterin Ute Seibold, die die Besucher empfing, freute sich sichtlich über das so zahlreiche Erscheinen – vor allem angesichts des sonnigen Wetters.

Am intensivsten wurde gleich zu Beginn über das frühere Schulleben diskutiert. Edith Rauneker brachte einen ganzen Ordner mit Fotos und Berichten über ihre Schulzeit mit, der von ihren Sitznachbarn interessiert begutachtet und kommentiert wurde. Gerda Maier hatte angesichts des Fotos ihres ehemaligen Schulgebäudes sofort eine erheiternde Geschichte in petto. Sie erzählte von den durch eine Mauer abgetrennten Bereichen, von denen einer für die katholischen Schüler und einer für die evangelischen Schüler bestimmt war. Auch die Toiletten waren getrennt zu benutzen. Eines Tages gab es eine lange Schlange vor „ihrer“ Toilette, doch das Mädchen Gerda „musste so dringend, da hab’ ich einfach gefragt: Darf ich ausnahmsweise auf ein katholisches Klo gehen?“.

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